Willkommen bei der AWG

Die AWG Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH Wuppertal ist das kommunale Entsorgungs­unter­nehmen in und für Wuppertal mit den Gesellschaftern Wuppertaler Stadtwerke GmbH, Stadtwerke Remscheid GmbH, Stadtwerke Velbert GmbH sowie den Städten Wuppertal und Remscheid.
 
Wuppertaler Stadtwerke GmbHRemscheider Stadtwerke GmbHStadtwerke Velberet GmbHStadt WuppertalStadt Remscheid

 

Die Projekte JIVE und MEHRLIN werden gefördert durch das Fuel Cells and  Hydrogen 2 Joint Undertaking unter dem Grant Agreement No 735582 und €žConnecting Europe Fazilität (CEF). Das Joint Undertaking wird unterstützt durch das Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 der Europäischen Union  sowie durch Hydrogen Europe und Hydrogen Europe Research.

Wasserstoff-Tankstelle am Müllheizkraftwerk - Start für den ersten Bauabschnitt

Ab diesem Jahr wollen die Wuppertaler Stadtwerke zehn mit Brennstoffzellen betriebene Linienbusse auf die Straße bringen. Die AWG beginnt jetzt mit den Bauarbeiten für eine Wasserstoff-Tankstelle am Müllheizkraftwerk auf Korzert.

Wenn das Wetter mitspielt, könnten die ersten Vorarbeiten bereits in dieser Woche (KW04) beginnen. "Die erste Teilgenehmigung der Bezirksregierung Düsseldorf zur Errichtung einer Wasserstoff-Produktion auf unserem Gelände liegt vor," freut sich Conrad Tschersich, Technischer Geschäftsführer der AWG Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH Wuppertal (AWG). Die AWG will jetzt die Baustelle einrichten, um Platz für die Wasserstoff-Produktion zu schaffen. Das wird auch den Nutzern der Samba-Trasse nicht verborgen bleiben, denn die Baustelle befindet sich parallel zum beliebten Radweg. Unter anderem werden auf der zukünftigen Baustelle einige Bäume und Strauchwerk weichen müssen.

Angesichts von Feinstaub-Sorgen, Diesel-Ärger und drohenden Fahrverboten sorgt das Wuppertaler Wasserstoff-Projekt für gute Aussichten: Die mit Wasserstoff angetriebenen Linienbusse werden emissionsfrei unterwegs sein. Der Strom für die Wasserstoff-Produktion kommt direkt vom Müllheizkraftwerk (MHKW) der AWG. "Sprit aus Abfallœ," sagt Willy Görtz, bei der AWG zuständiger Projektleiter für die Infrastruktur. Er geht davon aus, dass die Anlage Ende des Jahres in Betrieb sein wird. Ulrich Jaeger, Geschäftsführer von WSW mobil GmbH: "žDas gemeinsame Wasserstoff-Projekt von WSW und AWG weist den richtigen Weg in die Zukunft."

Für die Beschaffung der 10 Brennstoffzellenbussen sowie der benötigte Betankungsinfrastruktur erhält die WSW mobil und die AWG mbH Förderungen durch das Land NRW sowie im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Die Umsetzung der Förderrichtlinie wird durch die NOW Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie koordiniert. Im Rahmen der Projekte JIVE und MEHRLIN wird durch das Fuel Cells and  Hydrogen 2 Joint Undertaking unter dem Grant Agreement No. 735582 und Connecting Europe Facility (CEF) ebenfalls die Beschaffung der 10 Brennstoffzellenbusse sowie die Infrastruktur gefördert. Das Joint Undertaking wird unterstützt durch das Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 der Europäischen Union  sowie durch Hydrogen Europe und Hydrogen Europe Research.

Fakten:

Angesichts der vielen steilen Strecken in Wuppertal haben ausschließlich mit Akkus ausgestattete Elektrobusse nicht die notwendige Reichweite. Deshalb setzen die innovativen Macher aus Wuppertal auf Elektrobusse, in denen Brennstoffzellen aus Wasserstoff und Luftsauerstoff die benötigte Elektrizität erzeugen.

Der von der WSW mobil GmbH vorgegebene tägliche Wasserstoffbedarf für die zehn Linienbusse liegt bei 325 Kilogramm. Conrad Tschersich, Technischer Geschäftsführer der AWG: "Weil das Müllheizkraftwerk rund um die Uhr und an 365 Tagen Strom liefert, können wir diese Vorgaben sicher einhalten."

Im gemeinsamen Wasserstoffprojekt haben die Planer von AWG und WSW auch die Betankungszeiten von“ circa zehn Minuten pro Bus und die zusätzlichen Fahrstrecken zur Tankstelle auf Korzert eingerechnet. Außerdem wird die AWG einen Tank für 450 Kilogramm Wasserstoff aufstellen.

WSW, AWG und der EKOCity Abfallwirtschaftsverband haben das "Power-to Gas"-Projekt zur Wasserstoffproduktion am MHKW Wuppertal initiiert. Titel: "žH2-W - Wasserstoffmobilität für Wuppertal". Investitionssumme für die Wasserstoff-Infrastruktur auf Korzert: circa 6 Millionen Euro.

Den Anwohnern des Müllheizkraftwerkes stellten AWG und WSW das Wasserstoffprojekt Projekt bei zwei Terminen vor und legten die Planungsunterlagen öffentlich aus. Es gab keine Einwände.

Die Anlage soll in der zweiten Jahreshälfte 2019 in Betrieb genommen werden. Der Ausbau der Anlage auf die bis zu dreifache Größe kann innerhalb von drei Jahren erfolgen.

Das MHKW der AWG übernimmt Erzeugung und Einspeisung von Strom und Wärme in das Verbundnetz der WSW Energie & Wasser AG.

Die Wuppertaler Stadtwerke und die AWG sind innovative Vorreiter in Sachen Energieeffizienz: Im vergangenen Jahr wurde das zweiteilige Fernwärmenetz in Wuppertal über eine mehr als drei Kilometer lange Verbindungsleitung an das MHKW der AWG angeschlossen und quasi zeitgleich ein Steinkohlekraftwerk in der Wuppertaler Tallage stillgelegt. Der Effekt ist eine erhebliche Senkung der CO2-Emissionen und weiterer Schadstoffe.

Das Projekt wird im Rahmen der Förderrichtlinie Nationales Innovationsprogramm Wasserstoff-und Brennstoffzellentechnologie durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Die Umsetzung der Förderrichtlinie wird von der NOW Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie koordiniert.

Das Fuel Cells and  Hydrogen Joint Undertaking (FCH JU) ist eine europäische private Partnerschaft, die die Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration der Brennstoffzellen- und Wasserstoff-technologie unterstützt. Ihr Ziel ist die beschleunigte Markteinführung entsprechender Produkte um deren Potentiale für ein CO2-freies Energiesystems zu heben. Brennstoffzellen als hocheffiziente Energiewandler und Wasserstoff als sauberer Energieträger haben ein großes Potential, CO2-Emissionen zu vermeiden, die Abhängigkeit von Kohlenwasserstoffen zu verringern und zum Wirtschaftswachstum beizutragen. Die drei Partner des FCH JU sind die Europäische Kommission, Hydrogen Europe und N.ERGHY. Weitere Informationen unter www.fch.europa.eu.

Letzte aktuelle Meldung

So soll es bald sein: Brennstoffzellenbusse, wie dieser von der RVK in Köln, sollen noch in diesem Jahr am Müllheizkraftwerk der AWG Wuppertal auf Korzert betankt werden.

So soll es bald sein: Brennstoffzellenbusse, wie dieser von der RVK in Köln, sollen noch in diesem Jahr am Müllheizkraftwerk der AWG Wuppertal auf Korzert betankt werden.

15.02.2019: Wasserstoff-Projekt von AWG und WSW macht Wuppertal zu Modellregion

Mit dem Bau einer Wasserstoff-Tankstelle für Brennstoffzellen-Linienbusse am Müllheizkraftwerk auf Korzert bringen die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) und die Wuppertaler Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) ihr  gemeinsames Wasserstoff-Projekt voran. Gute Nachrichten gibt es auch aus Düsseldorf: Beim, von der Landesregierung im September 2018 ausgerufenen Wettbewerb „Modellregion Wasserstoff-Mobilität NRW“, hat es die Region Düsseldorf/Wuppertal/Rhein-Kreis Neuss in die Runde der letzten drei Bewerber geschafft.

Die zwei weiteren Bewerber sind der Kreis Steinfurt und die Region Köln (mit Brühl, Hürth und Wesseling, dem Rheinisch-Bergischen-Kreis und dem Rhein-Sieg-Kreis). Die drei Gewinnerkommunen haben bis Ende dieses Jahres Zeit, ihre Konzepte auszuarbeiten. Danach wird die Jury einen der drei Bewerber zur Modellregion küren, heißt es seitens des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW.

Die Region Düsseldorf/Wuppertal/Rhein-Kreis Neuss hat gute Karten, zu gewinnen. Denn viele theoretische Überlegungen werden in Wuppertal bereits in die Tat umgesetzt. So hat die AWG in diesem Januar an ihrem Müllheizkraftwerk (MHKW) auf Korzert mit den ersten Bauarbeiten für die Wasserstoff-Infrastruktur begonnen. Noch dieses Jahr sollen dort die bis zu zehn Brennstoffzellen-Linienbusse der WSW betankt werden. Die AWG plant zudem, schnellstmöglich ein mit Brennstoffzellen betriebenes Abfallsammelfahrzeug in Wuppertal einzusetzen. Das passt, denn der Landeswettbewerb zielt genau auf den emissionsfreien und praktikablen Einsatz von Wasserstoff bei Bussen und Nutzfahrzeugen ab.

NRW-Wirtschafts- und Energieminister Andreas Pinkwart: „Das große Interesse an unserem Wettbewerb und die hohe Qualität der eingereichten Grobkonzepte zeigen, dass sich viele Regionen und Kommunen in NRW im Bereich der Wasserstoff-Mobilität engagieren. Wir möchten die Regionen dabei unterstützen, ihre Aktivitäten auszubauen. So kann die klimafreundliche Transformation des Mobilitätssektors gelingen.”
In gut einem Jahr will die Landesregierung den Sieger des Wasserstoff-Wettbewerbs bekannt geben.

Den Gewinnern winkt eine enge, qualifizierte Begleitung der Landesregierung NRW zur Umsetzung der im Feinkonzept beschriebenen Maßnahmen und eine enge Abstimmung mit der NOW GmbH (Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie), die die Fördermaßnahmen der Bundesregierung in dem Bereich koordiniert.


E-Mail an: Andreas Spiegelhauer

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Stand: 18.02.2019