Abfallwirtschaft

Sammel- und Abfallbilanz der AWG 2017

Sammel- und Abfallbilanz der AWG 2017 für das Stadtgebiet Wuppertal

Die Sammel- und Abfallbilanz der AWG (1) dokumentiert für das Jahr 2017, mit 399 kg Abfällen pro Wuppertaler Einwohner und Jahr eine nahezu konstante Abfallsammelmenge pro Einwohner gegenüber dem Jahr 2016. Absolut gesehen verringerte sich die Sammelmenge insgesamt leicht, trotz der wiederum gestiegenen Bevölkerungszahl.

Die Höhe des Abfallaufkommens liegt aber weiterhin im langjährigen Rahmen und immer noch weit unter dem Landes- und Bundesdurchschnitt. Lt. der aktuellsten vom NRW Umweltministerium herausgegebenen Statistik („Siedlungsabfallbilanz für das Jahr 2015“), die mit der AWG-Statistik vergleichbar ist, beträgt Menge der Haushaltsabfälle in NRW 467 kg/E.

Die Summe der Bioabfälle konnte gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden, vor allem deshalb, weil die separat auf den Recyclinghöfen gesammelten Altholzmengen im Berichtsjahr vollständig einer hochwertigen Verwertung zugeführt werden konnte. Die Anzahl der Bioabfallbehälter steigerte sich erneut um ca. 2.220 Behälter - nunmehr sind fast 33.900 Behälter aufgestellt.

Die Wuppertaler Recyclinghöfe erfreuen sich weiterhin eines hohen Zuspruchs von Bürgerinnen und Bürger, die entgeltpflichtige Abfälle abgeben und die nicht kostenpflichtige Dienstleistungen der AWG in Anspruch nehmen.

Die Bemühungen der AWG Fremdanlieferungen aus Nachbarstädten an den Recyclinghöfen zu unterbinden, wurde ebenso weiter aufrechterhalten, wie die Kontrolle und Unterbindung gewerblicher Anlieferungen von Sperrmüll, Grünschnitt und Bauschutt.

Bei einer differenzierten Betrachtung der einzelnen Abfallfraktionen zeigen die erfassten Abfallsammelmengen im Berichtsjahr nur leichte Abweichungen gegenüber dem Vorjahr. Die nachfolgende Aufstellung zeigt die Entwicklung einzelner Abfallfraktionen exemplarisch in Bezug auf Einwohnerzahl und Jahr:

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Das andauernde Ärgernis der illegalen und gesetzeswidrigen Schrott- und Elektroaltgerätesammlungen Dritter und das systematische Durchsuchen und Berauben des Sperrmülls bleibt leider weiterhin bestehen. In der Folge finden - im Zusammenhang mit der turnusmäßigen Sperrmüllsammlung - besonders die werthaltigen Elektrogroßgeräte (sog. "Weiße Ware") immer seltener den Weg in die Verwertungskanäle der AWG. Diese Sammlung von Elektroaltgeräten bzw. Elektroschrott ist weiterhin mit einem hohen personellen und organisatorischen Aufwand verbunden.

Demgegenüber ist das Ergebnis der Sammlung von Elektrokleingeräten bzw. Elektroschrott über die Recyclinghöfe und über die ca. 420 Sammelcontainer an den Wertstoffsammelplätzen weiterhin erfreulich.

Auch im Berichtsjahr verzeichnete die stationäre Schadstoffsammlung der AWG auf dem Recyclinghof Bornberg eine wachsende Nutzerzahl. Gleichzeitig wurde die weiter bestehenden und nahezu täglich angebotenen - aber um einige Sammelstandorte reduzierte - mobilen Sammlungen gut frequentiert.

Der Markt für Alttextilien ist weiter umkämpft, auch wenn das Preisniveau für Alttextilien nicht mehr die Höhe der Vorjahre erreicht. Es bedarf weiterhin großer administrativer und personeller Anstrengungen der AWG, um die Vielzahl von willkürlich, oft ohne Genehmigung der Grundstückseigentümer, aufgestellte Sammelcontainer einigermaßen im Zaum zu halten. Erfreulicherweise konnte die Sammelmenge der Alttextilien im Berichtsjahr nochmal gesteigert werden.

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(1) Die Abfall- und Sammelbilanz 2017 dokumentiert die Abfallmengen, die die AWG im Rahmen ihrer Straßensammlung und an ihren Recyclinghöfen aus Wuppertaler Privathaushalten gesammelt hat. Nicht erfasst sind alle Abfallmengen, die nicht der Überlassungspflicht an die Stadt Wuppertal unterliegen oder nicht der AWG angedient werden müssen. Dies gilt vor allem für die Abfälle aus Handel, Industrie und Gewerbe, aber auch für bestimmte Abfälle aus Privathaushalten, beispielsweise Bauschutt oder Abfälle aus Haushaltsauflösungen. Solche Abfälle, die von privaten Dritten (z. B. Containerdiensten) entsorgt werden, werden auch nicht immer im Müllheizkraftwerk Korzert entsorgt, vielmehr sind die Entsorgungswege der gewerblichen Müllentsorger sehr individuell und unterschiedlich. Deshalb gibt die Abfall- u. Sammelbilanz nur einen, in der Gesamtschau zwar sehr großen, aber eben nicht vollständigen Überblick über das Abfallgeschehen in Wuppertal.

Stand: 23.09.2018