Abfallwirtschaft

Sammel- und Abfallbilanz der AWG 2004

FÜR DAS STADTGEBIET WUPPERTAL

Zur Erläuterung:

Im Gegensatz zum Jahre 2003 sind im Jahre 2004 die Abfallmengen im Bereich der Haus- und Sperrmüllsammlung insgesamt um ca. 3.300 Tonnen angestiegen. Das Ergebnis resultiert vornehmlich aus einem erheblichen Anstieg der Sperrmüllmengen um ca. 2.600 Tonnen und einen vergleichsweise leichten Anstieg der Hausmüllmengen, die über Müllgroßbehälter (MGB) gesammelt werden. Diese Entwicklung ist umso bemerkenswerter, weil auch im Jahre 2004 die Einwohnerzahl der Stadt Wuppertal wiederum um ca. 2.000 Einwohner zurückging.

Entsprechend der Praxis der Vorjahre hat auch im Jahre 2004 die GESA wiederum ca. 20 % der Sperrmüllmengen sortiert. Von diesen Materialien konnten etwa 36 % einer Verwertung zugeführt werden.

Erstmalig wurden in der beigefügten Abfallbilanz der AWG die Sperrmüllmengen der privaten Direktanlieferer am MHKW auf Korzert (so genannte 10-Euro-Tickets) erfasst. Diese Mengen, die sich auch in den Vorjahren in der gleichen Größenordnung bewegten, sind nunmehr den aufgeführten Sammelmengen zugeordnet worden.

Die Mengen, die über die Bioabfalltonne im Jahre 2004 gesammelt wurden, sind wieder ansteigend. Die ca. 400 Tonnen Mehrmenge korrespondieren mit der um etwa 630 Einheiten erhöhten Behälterzahl von nunmehr über 7800 Biotonnen in Wuppertaler Stadtgebiet.

Auch im Berichtsjahr ist der 'Run' der Wuppertaler Bürger auf die nunmehr vier Wuppertaler Recyclinghöfe unverändert. Der zu Beginn des Jahres 2004 neu eingerichtete Recyclinghof ?Bornberg? hat sich gut etabliert. Die Anzahl der Besucher ist naturgemäß saisonal schwankend, im Ergebnis aber weiter steigend. Im Jahr 2004 konnten über 150.000 Besucher gezählt wurden, sodass etwa jeder zweite Wuppertaler einmal im Jahr einen Recyclinghof der AWG besucht.

Besonders herausragend ist das Sammelergebnis für Grünschnitt an den Recyclinghöfen. Die gesammelten Mengen stiegen im Berichtsjahr um 1.000 Tonnen. Dieser enorme Zuwachs erklärt auch, dass bei den gesonderten Grünschnittsammlungen im Frühjahr und Herbst diesmal etwa 100 Tonnen weniger eingesammelt wurden. Offensichtlich gehen mehr und mehr Bürger dazu über, ihren Grünschnitt direkt auf den Recyclinghöfen anzuliefern und einer Verwertung zuzuführen.

Die Sammlung der DSD Materialien (Glas und Leichtstoffverpackung (LVP)) war im Jahre 2004 rückläufig. Besonders für den Bereich der Verpackungsabfälle ist eine Mengenminderung zu verzeichnen. Auch die DSD AG hat dieser Entwicklung Rechnung getragen und hat wiederum das Sammelziel zur Erreichung der höchsten Preis-/Mengenstaffel pro Einwohner und Jahr reduziert auffallend bleibt, dass nach der Sortierung der LVP ? Materialien weiterhin ein hoher Prozentsatz als Sortierreste entsorgt werden musste. Bei den Altglasmengen machten sich weiterhin besonders die Mehrmengen an PET-Flaschen und die Verpackungsverordnung (Pfandregelungen) bemerkbar. Die Sammlung von Altpapier bewegte sich in etwa auf dem Vorjahrsniveau, wobei festzustellen ist, dass die Vermarktungserlöse für Altpapier diese Sammlung weiterhin wirtschaftlich interessant machen.

Im Bereich der Elektro- / Elektroniksammlung ist das Vorjahresergebnis nicht ganz erreicht worden. Trotzdem gehört Wuppertal mit einer spezifischen Sammelmenge von knapp 7 Kilo pro Kopf und Jahr weiterhin zur Spitzengruppe im Bundesgebiet. Der Einbruch der Mengen entstand besonders bei der so genannten 'Weißen Ware'. Die schon in den Vorjahren gerade bei dieser Materialgruppe angemerkte ?Sperrmüllpickerei? macht sich mit einem Rückgang von über 5.000 Geräten (Waschmaschinen, Geschirrspüler, Herde, etc.) bemerkbar. Auch wurde im Berichtsjahr verstärkt festgestellt, das an den jeweiligen Sperrmülltagen schwerpunktmäßig die Kompressoren der Kühlschränke entwendet wurden, was unmittelbar zur unkontrollierten Freisetzung der FCKW-haltigen Kühlmittel führte. Auch die vor den Sperrmülltagen durchgeführten Kontrollen des ?

Im Bereich der Elektro- / Elektroniksammlung ist das Vorjahresergebnis nicht ganz erreicht worden. Trotzdem gehört Wuppertal mit einer spezifischen Sammelmenge von knapp 7 Kilo pro Kopf und Jahr weiterhin zur Spitzengruppe im Bundesgebiet. Der Einbruch der Mengen entstand besonders bei der so genannten 'Weißen Ware'. Die schon in den Vorjahren gerade bei dieser Materialgruppe angemerkte ?Sperrmüllpickerei? macht sich mit einem Rückgang von über 5.000 Geräten (Waschmaschinen, Geschirrspüler, Herde, etc.) bemerkbar. Auch wurde im Berichtsjahr verstärkt festgestellt, das an den jeweiligen Sperrmülltagen schwerpunktmäßig die Kompressoren der Kühlschränke entwendet wurden, was unmittelbar zur unkontrollierten Freisetzung der FCKW-haltigen Kühlmittel führte. Auch die vor den Sperrmülltagen durchgeführten Kontrollen des ?Kommunalen Ordnungsdienstes? konnten nur punktuell Wirksamkeit erzielen.

Erstmalig sind in der beigefügten Bilanz die Ergebnisse der Schrottsammlung dargestellt. Eingeflossen sind dabei die Schrottmengen, die an den Recyclinghöfen gesammelt wurden, aber auch die Schrottmengen, die als Teil der Rohasche des MHKWs dem Wuppertaler Stadtgebiet zuzuordnen sind. Da es sich dabei um Materialien handelt, die in Gänze der Wiederverwertung zugeführt werden, sind sie auch für das verbesserte Ergebnis der unter Pkt. 13 der Anlage dargestellten ?Abfälle zur Verwertung? mitverantwortlich.

Die Schadstoffsammlung ergab im Jahre 2004 eine ähnliche Bilanz wie für das Jahr 2003. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass die Batterien zunehmend direkt beim Handel zurückgegeben werden; deshalb sind auch diese Mengen in der Sammelbilanz der AWG rückläufig.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass im Wuppertaler Stadtgebiet im Jahre 2004 die "Abfälle zur Beseitigung" pro Kopf und Jahr in etwa das Niveau des Jahres 2001 erreichen. Bei den "Abfällen zur Verwertung" (siehe Hinweis o.a. Text) ist eine deutliche Steigerung pro Kopf und Jahr feststellbar. In der Summe wurde, auch wegen der geänderten Statistik bzw. den zusätzlich erfassten Materialien, eine erhöhte Abfallmenge pro Kopf und Jahr auf nunmehr knapp 400 Kilo festgestellt.

Wuppertal, im März 2005


Die komplette Abfallbilanz können Sie im PDF-Format hier downloaden: Abfallbilanz 2004 (PDF-Format)

Stand: 18.12.2017