Sammel- und Abfallbilanz der AWG 2007

FÜR DAS STADTGEBIET WUPPERTAL

Die Abfall- und Sammelbilanz 2007 dokumentiert die Abfallmengen, die die AWG im Rahmen ihrer Straßensammlung und an ihren Recyclinghöfen aus Wuppertaler Privathaushal-ten gesammelt hat. Nicht erfasst sind alle sonstigen Abfallmengen, etwa die gewerblichen Abfälle, die nicht der Überlassungspflicht an den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger (hier: der Stadt Wuppertal) unterliegen oder solche Abfälle, die, obwohl überlassungspflichtig, trotzdem nicht der AWG angedient werden. Dies gilt vor allem für die Abfälle aus Handel, Industrie und Gewerbe, aber auch für bestimmte Abfälle aus Privathaushalten, beispielsweise Bauschutt oder Abfälle aus Haushaltsauflösungen, der auch von privaten Dritten (z. B. Containerdiensten) entsorgt wird. Nicht alle diese Mengen werden im Müllheizkraftwerk Korzert entsorgt, vielmehr sind die Entsorgungswege der gewerblichen Müllentsorger sehr individuell und unterschiedlich.

Deshalb kann die beiliegende Bilanz nur einen, in der Gesamtschau zwar sehr großen, aber eben nicht vollständigen Überblick über das gesamte Abfallgeschehen in Wuppertal geben.

Betrachtet man die Verbrennungsmenge im Müllheizkraftwerk der AWG im Jahre 2007, so war im Berichtsjahr wiederum eine in etwa ähnlich hohe Verbrennungsmenge wie im Jahre 2006 zu verzeichnen. Allerdings kann aus den dargestellten Gründen kein Zusammenhang zwischen der Verbrennungsmenge im MHKW und dem Sammelergebnis der Abfälle aus privaten Wuppertaler Haushalte - nur diese werden in der beigefügten Sammel- und Abfallbilanz betrachtet - hergestellt werden.

Nunmehr (Jahr 2007) belaufen sich die durchschnittlich gesammelten Mengen von "Abfällen zur Verwertung" und "Abfällen zur Beseitigung" auf 410 kg pro Wuppertaler Einwohner und Jahr mit gegenüber dem Vorjahr leicht steigender Tendenz. Mit diesem Wert liegt Wuppertal, wie in den Vorjahren, weit unter dem landesweiten oder gar bundesweiten Durchschnitt, der sich weiterhin jenseits der 450 kg-Grenze befindet.

Blickt man auf die Teilergebnisse der Sammelmengen für Haus- und Sperrmüll, so fällt auf, dass es, im genauen Gegensatz zum Vorjahr, diesmal die Sperrmüllmengen sind, die im Wesentlichen konstant blieben, während die Hausmüllmengen anstiegen.

Die Stagnation bei den Sperrmüllmengen ist allerdings nur relativ, denn an den Recyclinghöfen sind die Sperrmüllmengen deshalb messbar gesunken, weil es der AWG gelungen ist, den Zufluss von Abfallmengen aus den Umlandgemeinden einzudämmen.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch bei den Besucherzahlen der Recyclinghöfe wieder: Während die Recyclinghöfe Bornberg und Korzert nahezu gleiche Besucherzahlen wie im Vorjahr hatten, sind an der Badischen Str. und am Giebel die Besucherzahlen merklich zurück gegangen, nachvollziehbar vor allem deshalb, weil die (nicht zulässigen) Anlieferungen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis bzw. dem Kreis Mettmann nun weitestgehend unterbunden werden konnten. Dennoch erfreuen sich die Wuppertaler Recyclinghöfe weiterhin einer hohen Beliebtheit; durchschnittlich jeder dritte Wuppertaler besuchte 2007 einen der vier Recyclinghöfe. Die Recyclinghöfe haben weiterhin ihren festen abfallwirtschaftlichen Stellenwert bei den Bürgern Wuppertals und deshalb ist auch die Notwendigkeit der für das Jahr 2008 geplanten Eröffnung eines fünften Recyclinghofs im zentralen Barmer Raum unverändert gegeben.

Ein "Renner" bleibt die Grünschnittsammlung auf den Recyclinghöfen, aber auch im Rahmen der im Frühjahr und Herbst angebotenen Strauch- und Astwerksammlung. Einen deutlichen Zuwachs erfuhr die Anzahl der Bioabfalltonnen, auch als Folge einer gezielten Werbeaktion. Dies korrespondiert mit der Erhöhung der Menge der über die Bioabfalltonne gesammelten Materialien. Die von der AWG durchgeführte Altpapiersammlung stabilisierte sich im Berichtsjahr, in diesem Zusammenhang sind die Erlöse aus der Altpapiersammlung aus Wuppertaler Abfallgebührensicht weiter als erfreulich anzusehen.

Nach dem Inkrafttreten des Elektro-/Elektronikschrottgesetzes zum 23. März 2006 hat sich die Elektro-/Elektroniksammlung in Wuppertal auf hohem Niveau eingepegelt. Weiterhin sammelt die AWG die Elektrogroß- und Kleingeräte über die Sperrmüllsammlung mit eigenen Fahrzeugen und über die vier Recyclinghöfe ein. Zusätzlich sammeln eine ganze Reihe Wuppertaler Elektroeinzelhändler diese Materialien in Kooperation mit der AWG und bieten damit ihren Kunden einen erweiterten Service an. Nicht zuletzt deshalb ist das Sammelergebnis für die Materialgruppe "Elektronikschrott/Kleinteile" weiter überdurchschnittlich. Auch die noch mal gestiegene Zahl von Fernsehern/Computerbildschirmen im Berichtjahr ist bemerkenswert. Ebenso ist das Sammelergebnis für die "Weiße Ware" auffällig, hier sind die Mengen, sicher wegen der hohen Schrottpreise, auch im Jahre 2007 nochmals gesunken. Das Gesetz fordert eine durchschnittliche Sammelquote von 4 kg/Einwohner/Jahr. Wuppertal allerdings bleibt mit den Sammelmengen für Elektro- bzw. Elektronikschrott und Elektroaltgeräten mit weit über 7 kg pro Kopf und Jahr in der bundesdeutschen Spitzengruppe. Sicher auch das Ergebnis der "bequemen" haushaltsnahen Abholung dieser Materialien und des insgesamt bürgerfreundlichen Wuppertaler Sammelsystems.

Ein letztes Sammelergebnis ist auffällig: Die Altkleidersammlung konnte 2007 einen deutlichen Zuwachs verzeichnen.

Die komplette Abfallbilanz können Sie im PDF-Format hier downloaden: Abfallbilanz 2004 (PDF-Format)

Stand: 18.12.2017