Sammel- und Abfallbilanz der AWG 2008

FÜR DAS STADTGEBIET WUPPERTAL

Die nachfolgende Sammel- und Abfallbilanz 2008 dokumentiert die Abfallmengen, die die AWG im Rahmen ihrer Straßensammlung und an ihren Recyclinghöfen aus Wuppertaler Privathaushalten gesammelt hat. Nicht erfasst sind alle sonstigen Abfallmengen, etwa die gewerblichen Abfälle, die nicht der Überlassungspflicht an die Stadt Wuppertal unterliegen oder solche Abfälle, die nicht der AWG angedient werden müssen. Dies gilt vor allem für die Abfälle aus Handel, Industrie und Gewerbe, aber auch für bestimmte Abfälle aus Privathaushalten, beispielsweise Bauschutt oder Abfälle aus Haushaltsauflösungen. Solche Abfälle, die von privaten Dritten (z. B. Containerdiensten) entsorgt werden, werden nicht immer im Müllheizkraftwerk Korzert entsorgt, vielmehr sind die Entsorgungswege der gewerblichen Müllentsorger sehr individuell und unterschiedlich.

Deshalb kann die beiliegende Bilanz nur einen, in der Gesamtschau zwar sehr großen, aber eben nicht vollständigen Überblick über das Abfallgeschehen in Wuppertal geben.

Trotzt der höchsten, jemals im Müllheizkraftwerk der AWG verzeichneten Verbrennungsmenge im Jahre 2008 verzeichnet die Sammel- bzw. die Abfallbilanz aus privaten Wuppertaler Haushalten - und nur diese wird nachfolgend betrachtet - einen, bei den absoluten Mengen, wie auch bezogen auf das Pro-Kopf-Aufkommen, leichten Rückgang der Abfallmengen. Mit nun mehr verzeichneten 407 kg pro Wuppertaler Einwohner und Jahr liegt das Ergebnis damit weiterhin weit unter den landes- bzw. bundesweit berechneten Durchschnittswerten, der weiterhin jenseits der 450 kg pro Einwohner und Jahr angesiedelt sind.

Blickt man auf die Teilergebnisse der Sammelmengen für Haus- und Sperrmüll, so fällt auf, dass sich die leichte Stagnation bei den Sperrmüllmengen im Vorjahr, im Jahre 2008 nicht fortgesetzt hat. Dem gegenüber sind die Hausmüllmengen leicht rückläufig.

Im Jahre 2008 wurde durch die Neueröffnung des 5. Recyclinghofes im Zentrum von Barmen (Münzstr.) das abfallwirtschaftliche Angebot der AWG im Bereich der Recyclinghöfe komplettiert. Die Wuppertaler Recyclinghöfe sind ein fester Bestandteil des Entsorgungsangebots der AWG. Dies spiegelt sich auch in den weiter steigenden Besucherzahlen wieder. Neben den Besucherzahlen sind es aber auch die steigenden Abfallmengen, die von den Recyclinghöfen entsorgt werden, die den Stellenwert dieser Einrichtungen unterstreichen. In diesem Zusammenhang werden die Bemühungen der AWG wie in den Vorjahren, Fremdanlieferungen aus Nachbarstätten zu unterbinden, weiter aufrecht erhalten.

Durch die Änderung der Preisstruktur an den Recyclinghöfen, u.a. mit einer Preissenkung für Sperrmüll, sowie der Einführung eines sehr geringen, bei weitem nicht kostendeckenden Entgeltes für die Ablieferung von Grünschnitt, ist für Sperrmüllmengen an Recyclinghöfen ein deutlicher Mengenzuwachs, für Grünschnitt dagegen ein Rückgang zu verzeichnen. Erfreulich in diesem Zusammenhang ist, dass die Zahl der weiterhin auf freiwilliger Basis angebotenen Bioabfalltonnen um 2500 Behälter im Stadtgebiet auf nunmehr ca. 13500 Behälter gesteigert werden konnte. Auch dies ist ein von der AWG durchaus beabsichtigter Folgeeffekt im Zusammenhang mit der Neuordnung der Gebühren auf den Recyclinghöfen.

Insgesamt wurden 2008 in Wuppertal etwa 900 Tonnen Bioabfälle weniger gesammelt. Dies ist sicher auch eine Folge der gestiegenen Eigenkompostierungsquote der Bürger, die natürlich mengenmäßige Auswirkungen hat. Dieser Trend korrespondiert auch mit dem Rückgang der Abgabe von Kompost.

Im Vordergrund der abfallwirtschaftlichen Aktivitäten im Jahre 2008 stand, neben dem neuen Recyclinghof, das nunmehr flächendeckende Angebot für die Wuppertaler Haushalte einer kostenlosen Altpapiertonne. Dieses Angebot wurde mit überwältigendem Erfolg von den Wuppertalern angenommen. Über 21.000 Haushalte haben mittlerweile eine Papiertonne geordert. Dementsprechend erhöht sich das Sammelergebnis beim Altpapier deutlich.

In den Vorjahren ist verschiedentlich über die Sammelergebnisse im Zusammenhang mit dem Elektro-/ Elektronikschrottgesetzt berichtet worden. Im Grundsatz hat sich aktuell an der Situation wie in den Vorjahre nichts Gravierendes geändert. Auffällig in der Sammelbilanz ist, dass die Anzahl der gesammelten Fernseher/Computerbildschirme weiter gestiegen ist. Ebenso sind die Zahlen für die Rücknahme von Leuchtstoffröhren/Energiesparlampen erheblich gestiegen. Festgehalten werden kann: Weiterhin sind die Sammelergebnisse für Elektro-/ Elektronikschrott im Wuppertaler Stadtgebiet überdurchschnittlich. Das Gesetz fordert eine durchschnittliche Sammelquote von 4 kg/Einwohner/Jahr. Wuppertal allerdings bleibt mit den Sammelmengen für Elektro- bzw. Elektronikschrott und Elektroaltgeräten mit weit über 7 kg pro Kopf und Jahr in der bundesdeutschen Spitzengruppe. Dies ist das Ergebnis des bürgerfreundlichen Sammelsystems mit Abgabemöglichkeit an den Recyclinghöfen kombiniert mit der haushaltsnahen Abholung dieser Materialien zum einen und der guten Kooperation mit den Wuppertaler Elektroeinzelhändlern und deren Annahme von Elektro-/ Elektronikschrott zum anderen.

Die komplette Abfallbilanz können Sie im PDF-Format hier downloaden: Abfallbilanz 2004 (PDF-Format)

Stand: 18.12.2017