Sammel- und Abfallbilanz der AWG 2014

FÜR DAS STADTGEBIET WUPPERTAL

Die Sammel- und Abfallbilanz (*) der AWG konstatiert für das Jahr 2014, mit 412 kg Abfälle pro Wuppertaler Einwohner und Jahr ein dem Anfang des Jahrzehnts entsprechendes Ergebnis. Die Höhe des Abfallaufkommens liegt weiterhin im langjährigen Rahmen und immer noch weit unter der vom NRW Umweltministerium („Siedlungsabfallbilanz für das Jahr 2011“) angegebenen vergleichbaren Menge Abfälle von 466 kg/E. Eine leichte Steigerung des Abfallaufkommens ist im Übrigen auch im gesamten EKOCity-Verbund zu verzeichnen.

Die Bioabfallsammlung, namentlich die Mengen, die über die Biotonne gesammelt werden, verzeichnete wieder eine erfreuliche Steigerung. Die Anzahl der Abfallbehälter konnte erneut um ca. 2.370 gesteigert werden - nunmehr sind ca. 26.660 Behälter aufgestellt.

Die Wuppertaler Recyclinghöfe erfreuen sich einem hohen, weiter wachsenden Zuspruch - im Jahre 2014 wurden ca. 140.000 Anlieferer gezählt, die entgeltpflichtige Abfälle entsorgt haben. Nicht zahlenmäßig erfasst - aber in einer ähnlichen Größenordnung - ist die Anzahl der Wuppertaler Bürgerinnen und Bürger, die auf den Recyclinghöfen nicht kostenpflichtige Dienstleistungen der AWG in Anspruch nehmen. Den Mitarbeitern kam die Verbesserung der baulichen Ausstattung zugute: An zwei Recyclinghöfen wurden die in die Jahre gekommenen Büro- und Sanitärcontainer durch moderne Leichtbaumodule ersetzt.

Ein schöner Erfolg sind die im Laufe des Jahres auf den Recyclinghöfen aufgestellten „AWG Bücherboxen“, die von Beginn an gut angenommen wurden und sich eines andauernden regen Zuspruchs von Bücherspendern, aber auch buchinteressierten Lesern, erfreuen.

Die Bemühungen der AWG Fremdanlieferungen aus Nachbarstädten an den Recyclinghöfen zu unterbinden, wurde ebenso weiter aufrechterhalten, wie die Kontrolle und Unterbindung gewerblicher Anlieferungen von Sperrmüll, Grünschnitt und Bauschutt.

Erstmalig in dieser Statistik werden die Sammelmengen von Altholz aufgeführt. Sie wurden bisher vor allem den gewerblichen Sammelmengen, in geringem Maß auch dem Sperrmüll, zugeordnet. Sie sind aber, da sie an den Recyclinghöfen erfasst werden, ganz überwiegend privaten Ursprungs. Diese Verwertungsabfälle zählen deshalb zu den biogenen Materialien, die in diese Statistik aufgeführt werden.

Die nachfolgende Aufstellung zeigt die Entwicklung einzelner Abfallfraktionen exemplarisch in Bezug auf Einwohnerzahl und Jahr:

Ausgesuchte Abfälle pro Einwohner u. Jahr in Wuppertal
  2011 2012 2013 2014
Haus- u. Sperrmüll (Summe) 254,0 kg/E/Jahr 240,9 kg/E/Jahr 240,9 kg/E/Jahr 244,9 kg/E/Jahr
davon: Hausmüll 191,7 kg/E/Jahr 185,6 kg/E/Jahr 180,3 kg/E/Jahr 184,8 kg/E/Jahr
Sperrmüll 62,3 kg/E/Jahr 55,3 kg/E/Jahr 60,6 kg/E/Jahr 60,1 kg/E/Jahr
Bioabfälle (Summe) 43,4 kg/E/Jahr 43,5 kg/E/Jahr 42,4 kg/E/Jahr 49,5 kg/E/Jahr
davon: Biotonne 22,1 kg/E/Jahr 23,8 kg/E/Jahr 24,8 kg/E/Jahr 29,6 kg/E/Jahr
R-Höfe (Bio) 13,5 kg/E/Jahr 12,6 kg/E/Jahr 10,3 kg/E/Jahr 11,8 kg/E/Jahr
Strauch- u. Astwerk 1,2 kg/E/Jahr 1,3 kg/E/Jahr 1,3 kg/E/Jahr 1,5 kg/E/Jahr
Laub 1,4 kg/E/Jahr 1,5 kg/E/Jahr 1,3 kg/E/Jahr 1,2 kg/E/Jahr
Weihnachtsbäume 0,7 kg/E/Jahr 0,7 kg/E/Jahr 0,7 kg/E/Jahr 0,7 kg/E/Jahr
Altholz 4,5 kg/E/Jahr 3,6 kg/E/Jahr 4,0 kg/E/Jahr 4,8 kg/E/Jahr
Glas 19,7 kg/E/Jahr 18,9 kg/E/Jahr 18,5 kg/E/Jahr 18,0 kg/E/Jahr
Papier 65,2 kg/E/Jahr 62,6 kg/E/Jahr 61,2 kg/E/Jahr 61,4 kg/E/Jahr
Leichtverpackungen (LVP) 22,5 kg/E/Jahr 22,8 kg/E/Jahr 22,5 kg/E/Jahr 21,7 kg/E/Jahr
Elektro/Elektronik-Schrott 7,4 kg/E/Jahr 8,5 kg/E/Jahr 7,8 kg/E/Jahr 8,2 kg/E/Jahr
Altkleider 1,6 kg/E/Jahr 1,7 kg/E/Jahr 1,8 kg/E/Jahr 2,4 kg/E/Jahr
Schrotte auf d. Recyclinghöfen 1,8 kg/E/Jahr 1,4 kg/E/Jahr 1,1 kg/E/Jahr 1,3 kg/E/Jahr
 
Stadt Wuppertal 348.093 Einwohner 347.945 Einwohner 347.891 Einwohner 349.237 Einwohner

 

Ein andauerndes Ärgernis sind weiterhin die professionell organisierten und - spätestens seit dem Inkrafttreten des neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes im Sommer 2012 - weitestgehend illegalen und gesetzeswidrigen Schrott- und Elektroaltgerätesammlungen Dritter und das sys-tematische Durchsuchen und Berauben des Sperrmülls.

Trotz dieser Widrigkeiten ist die Sammlung von Elektroaltgeräten bzw. Elektroschrott über die ca. 420 Sammelcontainer an den Wertstoffsammelplätzen weiterhin sehr erfolgreich und hat sich offensichtlich etabliert. Die steigenden Sammelmengen in den Containern sind nicht zuletzt auch das Ergebnis der Bemühungen, die Container diebstahlsicher auszurüsten. Die Sammlung von Elektroaltgeräten bzw. Elektroschrott bleibt weiterhin mit einem hohen personellen und organisatorischen Aufwand verbunden.

Der Markt für Alttextilien ist umkämpft. „Wilde“, ungenehmigte Sammlungen, eine Vielzahl von willkürlich, oft ohne Genehmigung der Grundstückseigentümer, aufgestellte Sammelcon-tainer, aber auch Diebstähle aus den Sammelcontainern der AWG, verweisen auf die „Wer-tigkeit“ der Alttextilien. Es bedarf großer administrativer und personeller Anstrengungen, diese negativen Entwicklungen einigermaßen im Zaum zu halten, u.a. durch eine intensive, auch juristisch abgesicherte Überwachung der Sammlungen und in der Folge ggf. Entfernung der illegalen Container. Dieser Aufwand und die Intensivierung der Sammlung hat im Sam-melergebnis seinen Niederschlag gefunden, dass erheblich erhöht werden konnte. Die Samm-lung wird, nach jahrelanger Beauftragung Dritter, nun gänzlich mit AWG-Mitarbeitern durchgeführt. Die nicht unwesentlichen Erlöse reduzieren die Kosten der Abfallsammlung in Wuppertal und tragen damit zur relativen Stabilität der Müllgebühren bei.

Im Berichtsjahr hat die AWG ihre Schadstoffsammlung mit erheblichem Aufwand neu auf-gestellt. Neben der weiter bestehenden, nahezu täglich angebotenen - aber um einige Sammel-standorten reduzierten - mobilen Sammlungen, ist nunmehr am Bornberg - parallel zum Be-trieb des Recyclinghofs - eine stationäre Schadstoffsammelstelle modernster Bauart in Betrieb genommen worden. Dadurch wurden für die Bürger die wöchentlichen Annahmezeiten von Schadstoffen erheblich ausgeweitet Die angenommenen Mengen und die steigenden Besu-cherzahlen dokumentieren diese Verbesserung im Serviceangebot der AWG.

(*) Die Abfall- und Sammelbilanz 2014 dokumentiert die Abfallmengen, die die AWG im Rahmen ihrer Straßensammlung und an ihren Recyclinghöfen aus Wuppertaler Privathaushalten gesammelt hat. Nicht erfasst sind alle Abfallmengen, die nicht der Überlassungspflicht an die Stadt Wuppertal unterliegen oder nicht der AWG angedient werden müssen. Dies gilt vor allem für die Abfälle aus Handel, Industrie und Gewerbe, aber auch für bestimmte Abfälle aus Privathaushalten, beispielsweise Bauschutt oder Abfälle aus Haus-haltsauflösungen. Solche Abfälle, die von privaten Dritten (z. B. Containerdiensten) entsorgt werden, wer-den auch nicht immer im Müllheizkraftwerk Korzert entsorgt, vielmehr sind die Entsorgungswege der ge-werblichen Müllentsorger sehr individuell und unterschiedlich. Deshalb gibt die Abfall u-Sammelbilanz nur einen, in der Gesamtschau zwar sehr großen, aber eben n

Stand: 18.12.2017